Damit Sie genüsslich spielen, tanzen und träumen können,
sollte Ihr Instrument außer in guter Stimmung auch sonst in Ordnung sein.

 

Reparatur vor Ort

Sind kleinere Reparaturen oder Regulierungsarbeiten notwendig, können diese gleich vor Ort mit erledigt werden.

Das kann eine gerissene Saite sein, die ersetzt werden soll, ein Tastenbelag, der sich gelöst hat, ein fehlender Pedalfilz, eine klemmende Taste, unbefriedigendes Repetitionsverhalten einzelner Tone, klanglich besonders auffällig „herausstechende“ Töne usw.

Eine gebrochene Feder in der Dämpfung führt dazu, dass der betreffende Ton unverhältnismäßig lange nachklingt – diese Feder ist schnell ersetzt. Manchmal ist ein Klacken beim Anschlagen eines Tones zu hören – das kann dann u.a. an einer losen Leimverbindung z.B. zwischen Hammerstiel und Hammerkopf liegen. Auch dies ist schnell vor Ort behoben.
Solcher Art gibt es diverse kleinere Probleme, die meist schnell gelöst werden können, ohne dass die Mechanik und Klaviatur oder sogar das gesamte Instrument in die Werkstatt transportiert werden müssen.

Für größere Reparaturen oder Überholungsarbeiten ist es angebracht, die Mechanik (das „Getriebe“) und die Klaviatur (den „Antrieb“),
seltener das gesamte Instrument, in die Werkstatt zu nehmen.

Was in welchem Umfang am Instrument zu bearbeiten empfehlenswert oder notwendig wäre,
kann je nach Bedürfnis im Rahmen des Stimm-Termins oder einer separaten Begutachtung geklärt werden.

 

Werkstatt-Überholung

Damit aus Ihrem Piano forte kein „Piano morte“ wird, gibt es die Werkstatt.

Umfangreichere Reparaturen am Instrument bzw. dessen Aufarbeitung werden sinnvollerweise hier durchgeführt,
wo die passenden Materialien, Werkzeuge und Maschinen für die jeweiligen Arbeiten vorhanden sind und vor allem auch der Platz.

Zumeist beschränken sich diese Reparaturen bzw. Überholungsarbeiten auf die Mechanik und die Klaviatur des Instrumentes.

Oft sind z.B. die Filzführungen der Tasten abgenutzt und müssen erneuert werden.
Bei ausgespielten Tastenböden ist selten eine Erneuerung notwendig. Meist können diese wieder angepasst werden.
Bezüglich der Oberfläche des Klaviaturbelages tut häufig das Schleifen und Polieren Wunder. Damit lassen sich einerseits die Optik und andererseits das Spielgefühl deutlich verbessern.

Eine notwendige Überholung der Mechanik kann sehr unterschiedliche Ausmaße annehmen. Der Umfang hängt davon ab, wie intensiv das Instrument gespielt wurde und wie häufig bzw. wie selten Wartungen und Reparaturen durchgeführt wurden.
In vielen Fällen genügt es, die Hammerkopf-Filze abzuziehen (d.h., die Rillen/ Saiteneindrücke zu beseitigen), einige Achsen zu ersetzen, alle Schrauben nach-/ anzuziehen, ggf. ein paar Filze, Federn und Leder zu ersetzen, bestimmte Teile zu putzen, zu polieren und zu schmieren und die gesamte Mechanik inkl. Klaviatur zu regulieren.
Bei stärker beanspruchten oder älteren Mechaniken sind häufig die Hammerköpfe, oft auch die Dämpferfilze, die Bändchen und die Fängerfilze/ -leder zu erneuern.
Bei Flügeln ist beim Erneuern der Hammerköpfe zudem ein Auswiegen der Tasten angebracht.
Darüber hinaus gibt es viele fachliche Möglichkeiten, die Spielart der Klaviatur und Mechanik zu verbessern. Diese können in die Überholung einbezogen werden, wirken sich jedoch auf den zeitlichen Aufwand aus.

Nur für größere Arbeiten an der akustischen Anlage (Resonanzboden, Stimmstock, Saiten, …)
oder an der Oberfläche muss das Instrument in die Werkstatt transportiert werden.

Eine Überholung der akustischen Anlage Ihres Klaviers oder Ihres Flügels ist in den meisten Fällen nur sinnvoll in Verbindung mit einer Überholung von Mechanik und Klaviatur (siehe oben).
Beim Überholen der akustischen Anlage wird nach Demontage und Reinigung der Komponenten der Resonanzboden repariert.
Falls notwendig, werden Teile der Stege – so genannte Stegdoppel –, seltener der Stimmstock erneuert.
Der Resonanzboden wird mehrfach lackiert, ggf. ist eine Lackierung der Gusseisenplatte sinnvoll.
Eine Neuberechnung des Saitenbezuges eröffnet hervorragende Möglichkeiten, die Klangqualität und –ausgewogenheit Ihres Instrumentes zu verbessern. Dies betrifft insbesondere die Grundtönigkeit und Transparenz im Basstonbereich und die Klanglichkeit des Überganges von den umsponnenen zu den Blanksaiten. Der Einsatz neuer Saitenmaterialien kann die o.g. Möglichkeiten weiter vervollkommnen.

 

Pin It on Pinterest