Precision Touch Design – PTD – ist eine innovative Methode, mit der das Spielgefühl und der Klang von Flügeln optimiert werden kann.

 

Spielt Ihr Instrument – die Mechanik und Klaviatur – zu leicht, zu schwer oder unregelmäßig? Gibt es Unausgewogenheiten in der Spielart oder lässt die Mechanik kein kontrolliertes Spiel bis ins pianissimo zu?
PTD bietet die Lösung, auch, was die Ausgewogenheit des Klanges und die dynamischen Möglichkeiten anbetrifft.

Müssen Teile der Mechanik ersetzt werden, wie z.B. die Hammerköpfe, so kann mit Hilfe von PTD das Spielgefühl in den allermeisten Fällen wesentlich verbessert, zumindest aber auf dem gleichen Niveau gehalten werden (wenn z.B. schon einmal PTD installiert wurde).

Auch bei physischen Problemen schafft PTD Abhilfe, indem beispielsweise eine leichtere Spielart hergestellt werden kann.

PTD wurde von David Stanwood in den USA entwickelt und ist dort seit den 1990-er Jahren bekannt:  www.Stanwoodpiano.com.

 

Was wird gemacht?


1. Analyse der Flügelmechanik und -klaviatur

Vorab wird anhand von Proben und mittels spezieller Werkzeuge gemessen und analysiert, wo die Schwachstellen der Mechnik liegen. Dazu werden entsprechende Masse-, Reibungs- und Übersetzungswerte ermittelt und grafisch dargestellt.

 2. Optimierung der Flügelmechanik und -klaviatur

Mit Hilfe von Referenztabellen und der zuvor erstellten Analyse wird gezielt eine Anpassung der Masse-, Übersetzungs- und Reibungsverhältnisse vorgenommen, indem die entsprechenden Mechanik- und Klaviaturteile präzise kalibriert werden.
Das Ergebnis ist ein optimales, ausgewogenes Gesamtgefüge und eine ausgesprochen gute Kontrollierbarkeit und Differenzierbarkeit des Anschlages bis ins feinste pianissimo. Sowohl die körperlichen Gegebenheiten des Pianisten als auch die Möglichkeiten des Instrumentes und die Akustik des Raumes können mit einbezogen werden.

 

Mehr zur Theorie von Precision Touch Design (PTD)

Die Mechanik und die Klaviatur eines Flügels und Klavieres bestehen aus Holz-, Filz- und Metallteilen, die zu unterschiedlichen Masseanteilen eingehen.

Abhängig von den Hebelverhältnissen und den Beschleunigungswerten wirken sich diese Anteile unterschiedlich auf das Spielgefühl aus.
Am stärksten ist der Einfluss des so genannten strike weights, also des Anschlagsgewichtes, das aus Hammerkopf- und einem Anteil des Hammerstielgewichtes gebildet wird.

In der Grafik ist die Anschlagsgewichts-Kurve für eine beliebige Flügelmechanik dargestellt. Hier kann man sehen, dass der Verlauf vom Bass (links) zum Diskant hin (rechst) ungleichmäßig ist.
Praktisch bedeutet das, dass bestimmte Töne oder Bereiche fester angeschlagen werden müssen oder sich einfach anders anfühlen.

 

 

 

Ein zweiter wesentlicher Punkt ist das Übersetzungsverhältnis (Ratio) der Mechanik – von der Taste zum Hammerkopf.

Diesbezüglich gibt es von Seiten der Klavierindustrie keine einheitlichen Werte.
Fakt ist allerdings: Ist die Übersetzung groß (bzw. sind die Hammerköpfe zu leicht), spielt die Mechanik leicht, ist sie klein (die Hammerköpfe zu schwer), dementsprechend schwer. Ist sie ungleichmäßig, dann spielen sich manche Bereiche leichter, andere schwerer.
Hierfür gibt es, abhängig vom Hammerkopfgewicht, ein Optimum, von dem man geringfügig abweichen kann. je nach dem, ob Sie eine leichter oder schwerer zu spielende Mechanik bevorzugen.